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Das Boßeln ist eine Mannschafts-Sportart, die auf der Straße
ausgetragen wird. Die eigentliche Boßelsaison ist von September bis März, also
nur über die Wintermonate.
Immer zwei Mannschaften mit einer Werferzahl von 4 bis 16 Personen (abhängig von
der Klassenzugehörigkeit), werfen reihum Mann gegen Mann mit einer Boßelkugel
auf der Straße. Sinn der Sache ist es, diese Kugel so weit wie möglich zu
werfen.
Erst seit Anfang des 18. Jahrhunderts läßt sich die Tradition des Boßelns
zurückverfolgen. Die Straßen in dieser Zeit waren nicht die besten, somit war
man auf den Winter angewiesen. Zuerst warfen Straßen gegen Straßen oder Dörfer
gegen Dörfer. Erst im letzten Jahrhundert spielen Vereine gegen Vereine.
Oft wird gesagt, dass das Boßeln und das Klootschießen gleich seien.
Dieses stimmt nicht. Das Klootschießen wird überwiegend auf dem Feld
ausgetragen, meist wenn die Felder gefroren sind. Für diese Werfer wird ein
Teppich ausgelegt und ein Abwurfbrett aufgebaut, dass wie eine kleine Rampe
aussieht.
Das Straßenboßeln ist eigentlich ganz einfach. Es hat Ähnlichkeit mit dem
Kegeln. Jedoch sorgen ständig ändernde Straßenneigungen für viel Abwechslung.
Deshalb ist das Boßeln deutlich trainingsintensiver gegenüber dem Kegeln. Der
Werfer nimmt einen Anlauf von ca. 20 Metern, um dann die Kugel mit voller Kraft
dem Ziel näher zu kommen. Der Bahnanweiser ruft dem Werfer entsprechende Tipps
zu und entscheidet, auf welcher Seite der Straße der Werfer anzulaufen hat und
wie er werfen soll.
Genauigkeit ist natürlich sehr wichtig. Beim Abwurf unterscheidet man die drei
Wurfarten liek ut Hand (geradeaus), över'd Finger (über'm Finger) und över'd
Duum (über'm Daumen). Die Abwurfstellen sind immer zu markieren.
Die Wettkämpfe finden meistens auf Kreisstraßen oder Feldwegen statt. Der Anwurf
erfolgt immer von den Gastgebern. Die weiteren Würfe finden immer dort statt, wo
der letzte Wurf der Mannschaft liegengeblieben ist. Die zurückliegende Kugel
wird immer als erstes geworfen. Sollte die zurückliegende Mannschaft wieder
nicht an der gegnerischen Kugel vorbeikommen, so erhält der Gegner einen Schoet.
Bei der Wendemarkierung tauschen die Mannschaften die Abwurfstellen. Im Ziel
wird dann abgerechnet, wer am Ende die meisten Schoet hat.
Man unterscheidet beim Boßeln grundsätzlich drei Arten von Boßelkugeln, die
Gummikugel, die Kunststoffkugel und die Eisenkugel, die in verschiedenen Größen
zu bekommen sind.
In Europa wird unter Wettkampfbedingungen in folgenden Regionen geboßelt:
Deutschland (Ostfriesland, Oldenburg, Schleswig-Holstein), Niederlande, Irland,
Italien und Spanien.
Von Doreen Klaaßen, Osteel
Allgemeines
Vorstand
Bedeutende
Wettkämpfe
Das
Vereinsheim
Die
Vereinsfahne
Der Klootschießer- und Boßelverein Freesensport Osteel wurde am 21. März 1931 durch die Einberufung einer Gründungsversammlung von Gerhard Bontjes gegründet. Damals betrug die Aufnahmegebühr eine Reichsmark. Beim Vereinswerfen 1938 hatte der Verein Freesensport bereits einen Überschuss in Höhe von 27 Reichsmark. Da 1939 viele Vereinsmitglieder in den Krieg zogen, konnten von dort an, bis zum Jahr 1945 keine Wettkämpfe ausgetragen werden. Im darauf folgenden Jahr wurde wieder mit Kämpfen gegen Leybucht, Noord, Leezdorf, Rechtsupweg usw. begonnen. Im März 1951 hatte der Verein bereits 126 aktive Mitglieder, welche neun Erwachsenen- und drei Jugendmannschaften bildeten. 1981 war die Anzahl der Vereinmitglieder auf 151 Personen angestiegen. Im Januar 2006 betrug der Mitgliederanzahl 176, welche 10 Erwachsenen- und 5 Jugendmannschaften bildeten.
Die Gründungsmitglieder des Vereins
waren:
Johann
Janssen
Bernhard
Meints
Albert
Detmers
Hinrich
Tonjes
Johann Willms
Vorsitzende:
1931 1939
Johann Janssen
1939 1949
Reint Beninga
1949 1950
Ike Adena
1950 1954
Hinrich Tonjes
1954 1982
Georg Habben
1982 1989
Wilhelm Deten
1989 2010
Georg Schoolmann
seit 2010
Jörg Buss
Die ersten Wettkämpfe bestritt der Verein Freesensport gegen Grimmersum, Leybucht, Hagerwilde, Leezdorf, Rechtsupweg und Upgant-Schott im Jahr 1931. 1936 nahmen Osteel, Leybucht und Hagerwilde am Kreisgruppenmeisterschaftswerfen teil. 1938 wurden viele Vergleichskämpfe ausgetragen. Im selben Jahr gewann der Verein Freesensport Osteel seine erste Urkunde in Rechtsupweg, welche bis zum heutigen Tag noch im Vereinsheim aufbewahrt wird. 1970 wurden die Männer 1 erster Kreismeister. Den Wanderpokal holte der Klootschießer und Boßelverein im Jahr 1973 nach Osteel.
Das erste Vereinsheim des Klootschießer und Boßelvereins Osteel war die Osteeler Vereinsgaststätte Seeberg. Seit der Gründung des Vereins 1931 bis 1990 diente diese Räumlichkeit als Vereinsheim. Nachdem man 1990 vorerst ohne Vereinsgaststätte auskommen musste, fanden die Osteeler Klootschießer und Boßler unterschlumpf in der Scheune des Vereinskollegen Eiltfred Fink. 1991 kamen die Vereinsmitglieder auf die Idee ein eigenes Vereinsheim zu errichten. Nach größten Bemühungen des ersten Vorsitzenden Georg Schoolmann und des zweiten Vorsitzenden Horst Fürst konnte 1993 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach einer Bauphase von ca. 5 Monaten hatte der Klootschießer und Boßelverein Freesensport dank der Unterstützung der Vereinsmitglieder und der Gemeinde seit 08. Januar 1994 ein eigenes Vereinsheim.
Die erste Vereinsfahne hat sich der Sportverein 1957 angeschaft.
1973 bekam der Osteeler Klootschießer - und Boßelverein eine neue Vereinsfahne.
Im Jahr 2001 bekam der Verein nochmals eine neue Fahne, da die 1973 angeschaffte restauriert werden musste.
Letzte Aktualisierung:12.02.2012